Dienstag, 13. November 2012

Am eigentlichen Thema voll vorbei ...

 

Wenn nicht einmal diejenigen, die es eigentlich wissen müssten (dazu zähle ich ND),
begriffen haben, worum es geht - dann muss ich mich fragen: was habe ich getan ...

Schon beim ersten Schritt in die große Öffentlichkeit hinein bin ich gestolpert ...
Es ist ja nicht ein Spaß, für den ich meine Existenz gefährde, sondern ein Thema,
welches von großer und allgemeiner Bedeutung ist.

In der karikatureske Überzeichnung, die der "rheinische Winzersohn" im Artikel erhielt,
geht das wirkliche Thema verloren. Es geht nicht um Herrn Boes - es geht in dieser Aktion
auch nicht um Grundeinkommen! Sondern um das Thema der Grundrechte,
die in Deutschland für Millionen der Menschen abgeschafft sind.
Im Artikel gezeichnet wird vor allem der manchmal etwas großspurige und unbekümmerte
"rheinische Winzersohn", der auch ein Teil meines Wesens ist, dem Misstrauen und Vorsicht

völlig fehlen, der mir normalerweise aber hilft, nicht "Bierernst" walten zu lassen
wo Todernst das eigentliche Thema ist.
Mein inneres Bild ist, dass ich mit meiner Arbeit jetzt in einen "neuen Raum" der Öffentlichkeit vorstoße, in dem ich erst leben lernen muss. Die Frage ist nur die: Wie ist es anzustellen,
dass das eigentliche Thema nicht verloren geht?

Kommentare:

  1. Ist schon Traurig, aber der deutsche durchschnitt Michel weiß nun mal nicht was Hartz IV ist und was für folgen es haben kann.

    Dafür weiß er genau was z.B. bei "Bauer sucht Frau" so abgeht.

    Wirklich traurige Welt.

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  2. Abhaken und weitermachen. Wer nicht verstehen will, wird bald verstehen müssen! Ich kenne Leute, die sich über Hartz 4 gestellt haben. Jetzt sind sie selbst H4-Bezieher und jammern am lautesten.

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  3. Kann gut sein, dass die Erkenntnis : hier und jetzt werden sehr viele Menschen in "unserem" Staatengebilde, bewusst und gezielt gegängelt und um ihre Grundrechte betrogen, das jeweils eigene Selbstbild zu sehr ankratzt, so dass lieber auf Nebenschauplätze ausgewichen wird !
    Vieleicht spielt ja auch die Angst eine Rolle, man könnte plötzlich selbst zu jenen gehören.....
    Wichtig wäre die Ganzheit des grundrechtlich garantierten Existenzminimums als unteilbar und nicht verhandelbar im Vordergrund zu behalten.


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  4. Der Artikel ist sicherlich nicht wirklich objektiv, aber er regt die Diskussion an und bewegt die Leser und Kommentatoren zum Kontakt mit den Originalseiten. Leider ging mein ausführlicher Kommentar noch nicht online, aber er enthält einige Erläuterungen und Hintergründe, sowie mein Verständnis dafür, dass jener Journalist, genau wie die Mehrheit der Leser noch nicht verstehen konnten, was Dich bewegt.

    So sind Lebensmittelgutscheine zwar Hungerhilfen, aber auch diskriminierend. Damit kann man weder kochen noch kühlen und wird in die Isolation abseits von Telefon, Internet und dem Nahverkehr getrieben.

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  5. Ich stimme meinem Vorredner/meiner Vorrednerin vom 13. November 2012 15:00 zu. („Kann gut sein, dass die Erkenntnis: hier und jetzt werden sehr viele Menschen in "unserem" Staatengebilde, bewusst und gezielt gegängelt und um ihre Grundrechte betrogen, das jeweils eigene Selbstbild zu sehr ankratzt, so dass lieber auf Nebenschauplätze ausgewichen wird!“)

    Die Reaktionen der Leute werden vor allem reflektieren, wer sie jeweils selbst sind. Deshalb wäre es eine Illusion, anzunehmen, daß Mißverständnisse gänzlich vermieden werden können. Manche Menschen WOLLEN nicht verstehen, weil das ihr ganzes Leben verändern würde. Und das macht ihnen Angst. Man kann Menschen die Chance geben zu verstehen, kann versuchen, ihnen diese Chance möglichst nahe zu bringen. Aber das ist alles. Viele Menschen, die meisten wahrscheinlich, tun viele Dinge und lassen sich viele Dinge antun, die eigentlich auch ihre Menschenwürde verletzen. Nur ist es nicht so deutlich sichtbar wie bei HartzIV-Empfängern. Es kostet sehr viel Mut, sich das einzugestehen, und zu beginnen, etwas zu verändern. Wer diesen Mut nicht hat, MUSS Ralphs Aktion mißverstehen, um sich selbst zu schützen.

    Das heißt übrigens nicht und nie, daß das eigentliche Thema verloren geht. Gerade die Versuche, die Aktion herunterzuspielen, als skurril oder abgehoben oder esoterisch etc., zeigen, daß alle unbewußt ganz genau wissen, worum es geht. Keine Angst, die Menschen verstehen schon... Nur ihre Antwort läßt sich nicht vorhersagen, denn sie ist genauso individuell wie sie alle. Das ist das Potential dieser Aktion. Und das Risiko.

    Lore

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  6. Ist es nicht bedauerlich, ja geradezu unerträglich, dass es einer Anregung zu einer gesellschaftlichen Diskussion bedarf, wenn es im Kern doch "lediglich" um die Beachtung und Einhaltung der Rechtsgrundlage unseres "sozialen Rechtsstaates" geht? Geht es hier wirklich nur um das Verständnis eines Journalisten und seiner Leser für irgendein Anliegen oder schlicht um die Beachtung der im GG verankerten Grundrechte eines Menschen?

    Udo

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  7. Ich halte es so, wie es weiter oben steht: "Abhaken und weitermachen."
    Beim nächsten Interwiev kannst Du dann die Sache aufklären, Ich hab es schon öfter erwähnt - bedenke: Der Gegner schläft auch nicht!, man wird versuchen Dich lächerlich zu machen, Textzitate aus dem Zusammenhang zu reißen (siehe: Reflexion.blog Kommentar auf: http://www.bbglive.de/2012/11/12/aktivist-ralph-boes-hungert-gegen-harz-iv-sanktionen/)
    usw...Auf das Ziel konzentrieren und beim nächsten mal "besser" machen.
    Man kann auch nicht immer gewinnen, beim nächsten mal aber.

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  8. Wenn Du ein Interview gibst und es wird nicht selbst geschrieben oder nicht live übertragen, dann musst Du mit der subjektiven Sichtweise des Gegenüber leben.
    Gibst Du kein Interview, findest Du mit Deiner Sache auch weniger Beachtung.
    Und das letzte zählt zuerst: Beachtung finden, damit die Sache ins Gespräch kommt. Nur aus dem klärenden Gesprächen erwachsen breite und akzeptable Lösungen.

    Grüße aus Kiel, Lutz

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  9. >>TEIL 1 von 3<<

    So Freunde, ich habe einen offenen Brief verfasst, den ich auch an Herrn Arfst Wagner von den Grünen gesendet habe.
    Zu finden unter folgendem Link: http://www.arfst-wagner.de/2011/begrundungsrede-zur-abschaffung-der-sanktionierung/#comment-126

    Vielleicht könnt Ihr mir Rückmeldung geben, ob ich den Brief weiter so munter verschicken sollte?

    Offener Brief aus gegebenem, existentiellen Anlass

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    „Einleitung: Definition der Sachlage“
    Wir haben es bei dem "Hartz IV-System", auch ALG II genannt, dass von den Grünen, natürlich im harmonischen Zusammenwirken mit der SPD eingeführt wurde, und seitdem von "Schwarz-Gelb" kunstvoll verfeinert und ergänzt wird, mit einem System struktureller Gewalt zu tun.
    Mit Hängen und Würgen stellte das Bundesverfassungsgericht nach langer Zeit fest, dass der Hartz IV-Grundsicherungssatz als unterstes Existenzminimum auch für Asylbewerber gelten muss, um die Würde der Flüchtlinge zu wahren - doch deckt Hartz IV überhaupt das Existenzminimum ab und sichert damit die im Menschenrecht verankerte Würde des Menschen, ganz gleich ob Flüchtling oder Bundesbürger?
    Da lohnt es sich Mal die Debatte um den Mindestlohn anzuschauen, oder die Frage, wie hoch ein Bedingungsloses Grundeinkommen sein sollte. Dort geht man davon aus, dass man mindestens 900 € pro Monat benötigt, um in Würde leben zu können. Das ist eine Summe von der eine Hartz IV-Bedarfsgemeinschaft nur träumt!
    Werden beim ALG II dann noch Sanktionen verhängt, so wird das "angeblich" würdevolle Existenzminimum sogar unterschritten und zudem in moderner, aber „altbekannter“ Form der „Sippenhaft“, die Angehörigen der Bedarfsgemeinschaften („Neudeutsch“ für Familienangehörige) mit bestraft. Ist dass überhaupt mit einem Rechtsstaat vereinbar? Wo leben wir denn dann überhaupt?

    „Strukturelle Gewalt“
    Woher kennen wir denn noch andere Formen der strukturellen Gewalt in unserer Gesellschaft?
    Richtig, das Benotungssystem in unseren Schulen (und in unserem Bildungssystem im Allgemeinen). Hier lernen unsere Kinder nicht aus (intrinsischer) Motivation, sondern aus Angst. Angst davor, schlechte Noten zu bekommen und damit dann selbst schlecht zu sein. Angst davor, Ärger von den Eltern zu bekommen und Angst davor, nicht in die weiterführende höhere Schule versetzt zu werden, und damit Angst vor dem Druck, den (geplanten und erhofften) sozialen Aufstieg der Familie kaputt gemacht zu haben. Das ist eine, vorsichtig gesagt, sehr ineffiziente Methode, unseren Kindern „Wissen“ und „Fähigkeiten“ zu vermitteln, auf die wir aber eines Tages, wenn wir alt und gebrechlich sind, angewiesen sein werden. Bei Licht betrachtet, liegt die Vermutung nahe, dass hier nicht zu hinterfragende Dogmen eingetrichtert werden sollen.

    weiter mit Teil 2

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    1. >>Fortführung TEIL 2 von jetzt wohl doch 4<<

      „Verlierer“
      Unsere Kinder werden von Früh an daran gewöhnt, Schuldgefühle zu entwickeln.
      In unserem System können eben nicht alle Gewinner sein, und so fühlen sie sich als Versager und Schuldige. Das haben Sie, Herr Wagner, bei Ihrer Darstellung der "Arbeitslosenzahlen", also der geschönten Statistiken, selbst schon oberflächlich offen gelegt. Gewinner gibt es immer nur Einen, der zweite Platz ist schon ein Verlierer, der Verlierer des Finales.
      Mit anderen Worten: Es gibt in "unserer" immer effizienter automatisierten Wirtschaft einfach nicht genügend Erwerbs-Arbeitsplätze für alle. Immer mehr Menschen werden "freigestellt", d.h. wegrationalisiert. Wir knacken bald (oder haben wir das nicht schon längst?) die Zahl von 16 Millionen Menschen, die wir uns als Gesellschaft leisten, am „Ende der Nahrungskette“ leben zu lassen. Davon ca. 2,9 Millionen Arbeitslose, 6,5 Millionen Hartz IV-Empfänger mit gut 1 Million „Aufstocker“, dazu die Angehörigen, so dass wir wahrscheinlich weit mehr als 6,5 Millionen Menschen haben, die von Hartz IV betroffen sind, wahrscheinlich eher 8-9 Millionen. Das gesamte „Prekariat“ wächst weiter, man spricht hier sogar von der „Zweidrittelgesellschaft“, nach der ein Drittel unterhalb der Armutsgrenze und unter großen ausbeuterischem Druck lebt. Diese Menschen fühlen sich dann sogar schuldig daran, für die Gesellschaft angeblich nicht von Nutzen zu sein. Aller Wert wird nur noch in Geld gemessen: Arbeit, die kein Geld bringt ist wertlos – Menschen die solche „brotlose“ Arbeit leisten sind ebenfalls wertlos?

      „Gewinner“
      Der wahre Gewinner ist "unsere", sich permanent selbst reproduzierende Wirtschafts- und Finanzelite, die beispielsweise für Maschinen und Roboter in der Massenproduktion keine Steuern und Sozialabgaben zahlt, die Anschaffung derselben steuerlich absetzt und zudem auch keine Streiks und Ausfälle durch Schwangerschaft mehr befürchten muss.
      Um die (aussortierten) Menschen ruhig zu halten, was mit dem Begriff "Machterhalt" gleichzusetzen ist, wird via Lobby die Politik "beauftragt", mittels solcher traurigen Konstruktionen wie Hartz IV, die Menschen in Angst zu knebeln und zudem, was zur Zeit überdeutlich wird, dafür zu sorgen, dass gnadenlos Gewinne privatisiert, aber Verluste sozialisiert werden. Das geht nicht mehr lange gut! Millionen Menschen unter gewaltigen, entwürdigenden „Druck“, das birgt enorme „Sprengkraft“. Wie lange ist das noch „ohne Verluste“ zu bewerkstelligen?

      „Methode die zu Konflikten führt“
      Um zu dem Eingangs beschriebenen Begriff der strukturellen Gewalt zurück zu kommen, bleibt zu sagen, dass Angst ein ganz schlechter "Ratgeber" ist und die Menschen dazu verleitet - einmal so konditioniert - den Versprechen der "neuen Faschisten", die sich mancherorts im Schafspelze anbieten, in die Arme zu laufen! Mit Freiheit hat das schon lange nichts mehr zu tun.
      Mit "solchen Kreaturen", die wir uns schon im Schulsystem heranzüchten, kann man natürlich wunderbar ein "Hartz IV-System" durchziehen, in dem die Menschen den Bruch ihrer Grundrechte einfach hinnehmen und mit dem die ganze Gesellschaft gespalten wurde ("divide et impera") – George Orwell lässt grüßen.
      Wovor haben denn eigentlich Hartz IV-Empfänger (welch Euphemismus) überhaupt noch Angst? Was können sie überhaupt noch verlieren? Materiell haben sie nicht mehr viel und dürfen sie ja nichts mehr besitzen. Sie verlieren, bevor sie in letzter Konsequenz durch Sanktionen verhungern und sterben, ihre unveräußerliche Menschenwürde! Was hält diese Menschen eigentlich noch davon ab, ihr Recht und ihre Würde einzufordern und durchzusetzen?

      weiter mit TEIL 3

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    2. >>Fortführung TEIL 3 von 4<<

      „Zitiergebot nach Artikel 19 des Grundgesetzes“
      Übrigens, ich gehe davon aus, dass das SGB II (Sozialgesetzbuch) sowieso weitestgehend, wenn nicht sogar gänzlich, ungültig ist, da im Gesetz nicht die Artikel/Paragraphen des Grundgesetzes zitiert werden, die durch selbiges eingeschränkt werden, wie:
      - Artikel 1 GG (Die Würde des Menschen ist unantastbar“),
      - Artikel 2 GG („Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit“),
      - Artikel 6 GG („Schutz der Familie“),
      - Artikel 11 GG („Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet“),
      - Artikel 12 GG („Freie Berufswahl und das Verbot von Zwangsarbeit“),
      - Artikel 13 GG („Unverletzlichkeit der Wohnung“).

      Warum?
      Woran könnte man das erkennen?

      „Sanktionshungern der Betroffenen“
      Wie man bei Ralph Boes in Berlin jetzt sieht, ist er durch die Sanktionen zum Hungern gezwungen worden und damit seine Würde zutiefst verletzt worden! Siehe unter: http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/brandbrief/BUKA1.htm.
      Er befindet sich, wohlgemerkt, nicht im selbst gewählten Hungerstreik, sondern wartet nur darauf, dass Abgesandte des JobCenters Berlin-Mitte ihn zu Hause überprüfen, dass er auch wirklich hungert, denn täte er das nicht, so könnte er ja über nicht korrekt angegebene Einnahmen verfügen, die ihm dann u.U. vom verbleibenden 10%igen Regelsatz (37,40€) abgezogen werden müssten, so dass er eigentlich mit einem Minus-Regelsatz dastehen könnte, er also sogar Gelder an das JobCenter zurückzahlen müsste. Da bekommt der Begriff „Minuswachstum“ eine ganz neue Bedeutung.
      Ich glaube, ich werde diesbezüglich dort Mal eine Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen. Immerhin sind bei über 1 Million Sanktionierungen, die 2012 in Deutschland von der Bundesagentur für Arbeit angestrebt werden, mit Sicherheit noch so der eine oder Euro einzusparen. Wir benötigen diese Gelder auch dringend, denn der ESM „ruft“, die Rettung des verfahrenen Euros und der Finanzindustrie ist einfach alternativlos, selbst wenn die Isländer, au contraire, scheinbar zwangloser mit dem Thema umgehen.
      Eine freie Berufswahl findet bei ALG II nicht statt, sondern der Zwang, irgendwelche vorgeschlagene Arbeit anzunehmen, unter Androhung von Sanktionen, besser gesagt unter Androhung von wahlweise Hunger oder Obdachlosigkeit - das kann man auch einfach, so wie es ist, "Zwangsarbeit" nennen!
      Das SGB II ist ungültig, war noch nie gültig und muss deswegen ersatzlos gestrichen werden! Nachbesserungen sind da nicht möglich. Alle Entscheidungen und Sanktionen der letzten Jahre müssen revidiert werden.
      Was habt „Ihr“ uns da eingebrockt, was haben „wir“ eigentlich da bisher so einfach hingenommen?

      „Lösung und Heilung?“
      Dieses (Hartz IV-) System abzuschaffen, also anzuerkennen, dass diese „Konstruktion“ ungültig ist und es nicht einfach damit getan ist, die Sanktionen auszusetzen, ist nur der erste Schritt, der gegangen werden muss, um überhaupt wieder in die Richtung, hin zu einem Rechtsstaat, zu kommen.

      Wie aber kann man wirklich Heilen?

      Wir müssen schon bei der Erziehung unserer Kinder beginnen! Sie nicht in Angst zu stürzen, sondern sie zur Freiheit zu erziehen, dass ist unsere Aufgabe und ihr naturgegebenes Recht. Die (strukturelle) Gewalt in unserer Gesellschaft muss erkannt und in vielfältige Formen der gegenseitigen Unterstützung gewandelt werden – wir müssen uns gegenseitig tragen und nicht abstrafen und sanktionieren.
      Das Bedingungslose Grundeinkommen einzuführen ist ein weiterer, wichtiger Schritt – ich glaube, dazu muss ich nicht mehr allzu viel hinzufügen, außer, dass es ein enormes Umdenken unseres Geldsystems erfordern würde. Die strukturelle Gewalt des Zins- und Zinseszins-Systems, der Grund sehr vielen Übels auf unserem Planeten, ist nämlich ebenfalls nicht alternativlos oder vielleicht sogar „Gott gegeben“, wie uns ja gerne Glaubens gemacht wird.

      weiter mit TEIL 4

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  10. >>Fortführung und Schluss mit TEIL 4<<

    „Braucht die Demokratie den Souverän, oder braucht der Souverän die Demokratie?“
    Die große Frage ist, ob wir, als Gesellschaft, als Souverän, die jetzigen Parteien und verantwortlichen Politikdarsteller auf diesem Weg der „Heilung“, der gegangen werden muss, überhaupt benötigen? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte hier nicht gegen Sie, als Person, arbeiten, sie vielleicht sogar angreifen, oder ihre Kompetenz und Ihren Willen zur Veränderung in Frage stellen, dafür kenne ich sie als Person ja gar nicht ausreichend. Aber als MdB, Abgeordneter, Minister, also als „Volksvertreter“ (die weibliche Form natürlich mit eingeschlossen) möchte ich Sie ansprechen und sie darauf hinweisen, dass die stetig zurückgehenden Zahlen bei der Wahlbeteiligung in unserem Lande nicht unbedingt mit Ungebildetheit und Verantwortungslosigkeit des Souveräns gleichzusetzen ist, also einfach mit Politikverdrossenheit oder gar Demokratiemüdigkeit zu belegen ist, sondern vielmehr ein Ausdruck einer gewissen „Schwarmintelligenz“ ist. Denn die Menschen haben tatsächlich erkannt, dass sie durch das Wählen einer Partei nicht das perfide System ändern können, dass sie drangsaliert.

    „Gewaltloser Widerstand!“
    Stellen Sie sich ein Mal vor, zur nächsten Bundestagswahl werden plötzlich 95% aller Wahlberechtigten zur Wahl gehen. Das würde nicht nur zu dem logistischen Problem führen, dass wahrscheinlich bei einem solchen Andrang an „Demokratie-Willigen“, die Wahlbüros hoffungslos überfordert wären, sondern man stünde dann vielleicht vor dem Ergebnis, dass 70% aller Wahlscheine ungültig gemacht wurden.
    Mit welcher Legitimation wollte dann eine neue Regierungskoalition, die von dem kleinen Rest gültiger Stimmen die Mehrheit „errungen“ hat, Ihren Regierungsauftrag ableiten?
    Mit welcher Legitimation wollte dann eine solche Koalition, die dann nur noch die Stimmen von etwa 11% der gesamten Bevölkerung vertritt, die Regierungsmacht über das ganze Volk ergreifen?


    Mit freundlichen Grüßen aus Oldenburg,
    Ihr
    Jan S.

    >>ENDE<<

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    1. Ich frage mich gerade, ob man nicht Uschi anschreiben sollte mit der Aufforderung mindestens die §§ 10, 16d, und vor allem 31 ff. SGB II für nichtig zu erklären, da diese nicht mit dem Grundgesetz, u.a. wegen des Zitiergebotes, vereinbar sind.

      Gruß
      Thomas

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    2. Na, ob das das Ley(d)en beenden könnte....
      Denk doch mal an den Betrüger Guttenberg, der konnte sich doch auch nur solange halten, weil er unter Seinesgleichen nicht weiter auffiel !!!!

      Bodenlos ist in jedem Fall, dass soviele Richter und Anwälte einfach so getan haben, als wäre das schon in Ordnung, da der Weg nach Karlsruhe ja lang und die Hartzer eh zu......sind !

      Eklig ist gar kein Ausdruck dafür.

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    3. Ich finde das sehr gut, allerdings kommt (gerade am anfang) die erklärung zu kurz, das ein Existenzminimum gar nicht unterschritten werden kann / darf, das bemerkt ja auch 1. Das Bundesverfassungsgericht (leistungsanspruch / unverfügbare Existenzminimum...das wort unverfügbar sagt es ja schon) und 2. im zusammenhang mit diesem Urteil wird das Grundgesetz erwähnt, eine unterschreitung des Existenzminimum verstößt somit und sowieso (Würde des Einzelnen / Menschenrechte) gegen das Grundgesetz (da Leistungsanspruch besteht).
      Der hinweis das Sanktionen auf alle Fälle nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind, und warum fehlt mir hier.
      Sowas muß man denke ich, den Politikern erst erklären, da die ganz woanders leben als wir.
      Ich könnte hier jetzt die genaue ausführung rüberkopiern, aber Ihr wisst alle was und wie es gemeint ist.

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    4. Uschi ist doch schon angeschrieben worden: http://www.katja-kipping.de/article/609.offener-brief-an-von-der-leyen.html

      (unter dem Artikel dann der Link zum eigentlichen Brief als PDF)

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    5. Uschi kann als Ministerin die §§ für nichtig erklären, wenn diese nicht dem GG genügen, in dem Schreiben wurde das so nicht gefordert.

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    6. Nein, @thunder1111, Uschi kann in diesem Fall gar nix für nichtig erklären und braucht das somit auch nicht. Erst muss das Verfassungsgericht diese Hartz-Sanktionierungen bzw. auch möglichst gleich die ganze Hartz "Reform" für Verfassungswidrig erklären. Erst dann kann Uschi irgendwas. Uschi soll damit nur daran erinnert werden, dass sie eventuell auch sowas wie "Verantwortung" trägt.

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    7. Das Gesetz ist nichtig und damit ungültig, das kann Uschi erklären, das muss nicht vorher vom BVerfG für verfassungswidrig erklärt werden. Als Beispiel sei hier angeführt:

      http://www.youtube.com/watch?v=xn9hn3KGjBE

      (Raumsauer Pressekonferenz Zitiergebot 13. April 2010)

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    8. @@thunder1111: hast recht, ja, das Zitiergebot ist IMHO tatsächlich bei den Hartz-IV-Gesetzen nicht ausreichend berücksichtigt worden. Danke, von der Sicht habe ich das noch gar nicht gesehen!

      Hmm, aber dann versuchen die wohl wieder, mit irgendwelchen Stückeleien alles herauszuzögern. Da ist der "Frontalangriff" mit dem BVerfG vielleicht doch "lauter", "umfassender" und direkter. Obwohl mit der Sanktionsaussetzung jetzt schon vielen Menschen erstmal vorläufig geholfen wäre, gerade jetzt im Winter.

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    9. Ich habe ja Verfassungsbeschwerde beim BVerfG im Eilverfahren eingereicht, Aktenzeichen hab ich schon, natürlich gehe ich von einer Nichtannahme ohne weitere Begründung aus.

      Ich werde mich die Tag hinsetzen und einen offenen Brief ausarbeiten, darin alle SGB II Gesetze, die gegen das Grundgesetz verstoßen und nichtig sind, das ganze wird mit der Bitte um Erklärung der Nichtigkeit an Frau von der Leyen gesendet.

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    10. Das mit dem offenen Brief find ich gut, bitte gib bekannt wo Du ihn dann veröffentlichen wirst (hier oder woanders).
      Aber erwarte nicht zuviel: Die Von der Leyen ist abgebrüht, wie eigentlich die ganze Einheitspartei ansich.

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    11. Mach ich dann und erwarten tu ich auch nichts, schon klar.

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    12. @thunder1111: Kannst den offenen Brief vielleicht auch auf internationaler Ebene veröffentlichen? Weil sich mittlerweile sogar die Portugiesen in einem offenen Brief mit den Leuten hierzulande solidarisieren:

      "Wir wissen genau, wie das deutsche Wirtschaftswunder zustande kam, nämlich auf Basis einer sukzessiven Schuldenerlassung seitens der Kreditgeber. Wir wissen, die angeblich florierende deutsche Wirtschaft beruht auf brutalen Gehaltseinschnitten seit mehr als 10 Jahren, auf der Ausweitung von kurzfristiger bzw. geringfügiger Beschäftigung, welche weite Teile der deutschen Bevölkerung in Sorge stürzt. Das zeigt, welche Perspektiven Sie auch für das deutsche Volk in petto haben."

      Quelle und ganzer Brief: http://carachancelermerkel.blogspot.pt/p/blog-page.html ->wäre eine Idee, den Brief auch an diesen Blog zu schicken... wenn die jetzt auf breiter Ebene erfahren, dass nicht jeder Deutsche aus Enthusiasmus am Systemuntergang feilt, sondern dass da Sanktionen bei Verweigerung mit im Spiel sind!

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  11. Hi Ralph,
    vor Veröffentlichung Text zum Gegenlesen anfordern, sollte immer möglich sein. Wenn sie´s nicht machen, weißt schon woran du bist.
    Wie wäre es mit einem Artikel beim Compact-Magazin? http://www.compact-magazin.com

    LG CaDD

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  12. Kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen (Mit dem Gegenlesen: ist wirklich wichtig.) Verlange dazu im Vorfeld, also schon schriftlich vor dem Interview, die schriftllich bestätigte Endfassung.

    Kannst vielleicht auch mal versuchen, ein vorgefertigtes Statement an das Online-Magazin "Gulli" zu schicken. Dort kannst du nach Registrierung direkt einen Artikel verfassen:https://newspresso.gulli.com/login

    (Unterlasse aber bitte zu erwähnen, dass andere Medien was "falsch" dargestellt/verwurstet haben - die haben meist keinen Bock auf eventuelle rechtliche Scherereien mit anderen Medien. Das Medium, was veröffentlicht trägt nun mal auch die Verantwortung. Zudem ist das unprofessionell und erst recht noch ein Grund, dich zu veralbern. Halte dich dabei immer möglichst kurz und knackig, dann kann man weniger wegsteichen bzw. reininterpretieren.

    Der Sozialticker (www.sozialticker.de) hat auch einen Zugang für eigene Pressemitteilungen, hier: http://www.sozialticker.com/presseartikel-news-einreichen

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  13. Hallo Ralph, lass dich jetzt bloß nicht von diesem Artikel runterreißen. Ich finde ihn gar nicht so schlecht. Gut, der Schreiber hat deine gutmütige und optimistische Art und das Thema ein wenig lächerlich gemacht, aber frag dich, warum er das gemacht hat! Er hat auch ein wenig Angst, genauso wie die Sachbearbeiter(innen) in den Jobcentern. Ich glaube aber, dass dieser Artikel nun eine Lawine mit immer besseren, ehrlicheren und mutigeren Artikeln lostreten wird. Eine deutsche Fabienne werden wir wohl nicht finden, aber einige mutige Journalisten, die das Thema ernstnehmen werden und an die Öffentlichkeit bringen werden, da bin ich mir ganz sicher. Lerne aus deinen "Fehlern" und bereite zukünftige Interviews besser vor und halt dich an die Tipps, die meine beiden Vorkommentatoren geschrieben haben. Ich sende dir und deiner Hilfstruppe ganz viel Kraft.

    LG Marita aus Flensburg

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  14. Hallo Ralph,

    ich denke auch, dass Du den artikel im ND nicht auf die schwer schulter nehem solltest. Freue Dich doch darüber, dass überhaupt etwas veröffentlicht wurde. Außerdem ist es doch auch so, dass diejenigen ND-leser, die weiter in die Materie eintauchen wollen, und dann zwangsläufig bei Deinem Brandbrief, landen sowieso eines Besseren belehrt werden.
    Auch sollte man optimistisch sein und sich darauf freuen, dass der Autor Fabian Lambeck noch "Luft" in seinem Erkenntnisstand hat und mit Deiner und unserer freundlichen Unterstützung viel dazu lernen kann.

    Viele Grüße und eine angenehme Nachtruhe wünscht
    Jan

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  15. Bei der politischen Rechten gehört Stigmatisierung und Diskriminierung zum Alltagsgeschäft. Aber ein Journalist? des ND wundert sich über Ablehnung von Lebensmittelkarten. Ich bin tief erschüttert. Wenn ein Ralph Boes innerhalb relativ kurzer Zeit mehr erreicht, als alle linke Bemühungen bisher vermochten, da steht man dann ziemlich blöd da, oder? Oder war alles gar nicht so ernst gemeint, und man kocht auf dem Leid vieler Menschen nur sein eigenes Süppchen?
    Fragen über Fragen....


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  16. Tja, du mußt dich in den Hintergrund stellen. Also nicht von deinen Taten reden, sondern von den (Un)Taten des Hartzamtes.
    Und du mußt dich als Opfer des Hartzfaschismus verkaufen, anstatt als Held dagegen.
    Auch solltest du deinen (gewissermaßen) Promistatus nicht derart verkennen, daß du der einzige seist der wegen Sanktionen hungert - was du nicht bist.
    Und du solltest deutlicher in die Offensive gehen (immerhin sind von deinen prognostizierten 42 Hungertagen bereits über ein Viertel vergangen; bzw. 1/9 des Sanktionszeitraums).


    Das mit dem persönlich in den Hintergrund treten, mag dir schwerfallen. Deine zwei Videos zeigen dich als extreme Labertasche. Du redest offenbar gern und viel. Und du genießt es gern und viel zu reden. Dabei ist der Informationsgehalt deiner Äußerungen etwas gering, das Ausmaß der Redundanz immens! (Das mag ein Grund gewesen sein, warum die ND außer Persönlichem wenig schreiben konnte.)
    Nun, dieses Problem ist kurzfristig nicht zu ändern (erinnere dich an die Fabel des Tausendfüßlers der seine Schritte verfolgen wollte). Allerdings löst sich das Problem in eigen Tagen aufgrund deiner drohenden Auszehrung von selbst.

    Der zweite Punkt ist mir bisher unbekannt: was ist die offizielle Begründung der Sanktion(en)?
    Dir wird ja nicht nur dein Recht auf das soziokulturelle Existenzminimum verwehrt. Nein, davor muß es noch eine weitere Verwehrung eines Grundrechtes gegeben haben. (Reisefreiheit, Schutz der Wohnung, freie Berufswahl...) Nachzulesen wäre dies entweder im Sanktionsbescheid oder in der Anhörung gem. §24.
    Zwar weiß ich dass du die Sanktionen mutwillig herbeigeführt hast, aber da das Hartzamt die Verantwortung trägt, solltest du deutlich sagen warum du zum Hungertod verurteilt wurdest.
    Und dann löst sich auch das Mißverständnis, du würdest einen Hungerstreik machen. Wenn du die Aktionen des Hartzamtes in den Vordergrund rückst, dann könnte man sehen, warum die Hartzfaschisten dir Wille und Würde durch Aushungern brechen wollen.

    Mein dritter Punkt ist der Grund warum ich dich überhaupt beachte. Die beiden anderen Menschen die wegen des Hartzmurkses und ihrem Hungertod in die Schlagzeilen gerieten, waren der Mann der in Solling aus Resignation auf einem Hochsitz starb und ein Sohn der als Sozialfall in Speyer verhungerte, während seine Mutter mit Not gerettet werden konnte. Andere Fälle gibt es sicherlich, sie wurden und werden aber totgeschwiegen (oder wegen unklarem Bezug zum Hartzmurks achtlos bagatellisiert).
    Bei künftigen Interviews solltest du diese Menschen würdigen. Sie in das Gedächtnis der Leser zurück rufen. Evtl. erwähnen, daß diese beiden Menschen (und viele Unbekannte) heimlich gestorben sind, während du dies öffentlich zu tun gedenkst. (Du liest hoffentlich, daß ich mit deinem Tod rechne. Ich müßte mich schon schwer irren, wenn Angela Merkel und Ursula v.d. Leyen nicht über Leichen gehen würden. Du wärst nicht die erste - nur der erste der nicht still und heimlich krepiert und dadurch Bezüge zum Hartzmurks zweifelhaft machen würde.)
    (Fortsetzung)

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  17. Was ich eben in der "Zeit" gefunden habe:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/utopie-grundeinkommen-werner


    LG Marita

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  18. (Fortsetzung)
    Eine Beschleunigung deiner Aktion wäre sinnvoll. Wobei wir zweierlei beachten müssen.
    Um eine Verfassungsklage zu verfassen, bist du juristisch nicht firm genug! Diese Aufgabe mußt du einem Juristen überlassen. Aber hier kannst du wenigstens die Angebote von DieLinke oder auf dich aufmerksam gewordene Anwälte nutzen. Und hier solltest du dich zügig entscheiden. Denn das Verfassen der Schrift braucht seine Zeit, ebenso die Bearbeitung vor Gerichts. Und du selbst gibst dir ja nur 42 Tage - das wird knapp. (Hm, spätestens mit medizinischer Betreuung schaffst du auch 100 Tage.)
    Anzeigen wegen Körperverletzung (gegen den SB) und unterlassener Hilfeleistung (Vorgesetzte des SB, führende Köpfe der BA in Nürnberg, verantwortliche Politiker (Merkel, Leyen)) mögen von der Staatsanwaltschaft abgewiesen werden, aber sie wirbeln Staub auf. Und diese Aktionen kannst du selbst starten. Mach es solange du noch bei Kräften bist.
    Deine Sympathisanten könnten mit Mahnwachen vor dem Hartzamt für Aufsehen sorgen. Dabei empfehle ich aktuelle Photos und die Nennung deines Gewichtsschwundes. Garniert mit verächtlichen Sprüchen "JC kann zum Hungertod führen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Hartzfaschisten von CDU, SPD, FDP, GAL", "Todesstrafe für Bewerbungsverweigerer!", u.ä.
    Du selbst wirst wohl die nächsten Wochen an den Montagsdemos teilnehmen müssen (falls du das nicht schon machst). Sobald du nicht mehr gehen kannst solltest du dich tragen lassen. Hierzu solltest du jetzt schon Freiwillige suchen.
    Und ich empfehle dir deine Wortwahl von mir inspirieren zu lassen. Du kannst den Hartzmurks schwerlich als abscheulichen Fehler darstellen wenn du die offizielle Ausdrucksweise nutzt. Mit der Übernahme der menschenverachtenden Selbstbeschreibung des Hartzmurkses übernimmst du auch die darin liegende Menschenverachtung.

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    1. ...achso, mir fiele da noch ein: "Sanktion ist Mord", oder "Hartz IV, der staatlich organisierte Beschleuniger sozialen Ablebens", gerne genommen auch "V1, V2, Hartz IV - Vernichtung hat Tradition", pikant ist auch: "Essen ist doch total überbewertet, Leben wohl auch?!".

      Exi, Deinen Beitrag finde ich zwar richtig, aber dorch etwas "hart", vor allem, wenn man durch Hungern etwas angeschlagen ist. Das könnte Ralph etwas mitnehmen. Deswegen empfehle ich Humor als Würze, Lachen befreit.
      Aber Du hast Recht, das hier ist kein Ponyhof, es ist toternst! Deswegen muss, so lange es noch geht, also, so lange Ralph noch kann, so viel wie möglich an Aktion durchgebracht werden. Maximaler Druck an allen Fronten ist gefragt, und dazu braucht er viel Unterstützung!

      Grüße,
      Jan

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  19. Hallo Ralph, also so schlecht ist der Artikel gar nicht. Er dreht sich natürlich mehr um Deine Person, als um die Sache selbst. Das stimmt. Aber er thematisiert Deine Aktionen, den Brandbrief, die Sanktionen. Wie oben schon gesagt wurde, werden nun Leser mehr wissen wollen und sich informieren. Kommt Zeit, kommt Rat und auch noch andere Zeitungen auf Dich zu. Ich würde Dir auch raten beim Interview nicht das Grundeinkommen darzustellen, sondern sehr deutlich betonen, dass es hier ausschließlich erst mal um die Grundrechte geht!!! Denke daran, Journalisten sind wie Hunde, die fressen nur das, was man Ihnen vorgibt. Und man muss darauf achten, dass man nicht den Focus auf was anderes lenkt. Scheinbar hast Du durch Dein energetisches Auftreten den Journalisten zu sehr animiert, seine Aufmerksamkeit auf Dich zu lenken, als auf die Sache selbst. Stell Dir wirklich vor; ein Journalist ist wie ein Mann, der 5 Jahre kein Sex hatte (sorry, muss der Anschauung halber sein). Dieser nun trifft auf eine Frau (indem Fall Du), die ihn "erregt" (sorry) UND zack nun ist es passiert, nun lässt sich das Thema selber nicht mehr ausreichend thematisieren, sondern im sexuellen Rausch wird nun die Person, also "Frau Boes" aufgerollt und zum Thema, der Kern der Sache wird peripher. Anders als Journalisten, sind wir wissenschaftlichen Publizisten, uns interessiert die Sache selbst. Journalisten interessiert leider meist nur die Frage, was und wen sie am besten "verkaufen" können, um ihre Auflage zu steigern. Dies würde einen Publizisten sofort disqualifizieren, einen Journalisten würde genau umgekehrt, z.B. mein Vorgehen disqualifizieren. Also bitte beachte, was Du einem "hündischen Journalisten" präsentierst, und natürlich auch wie Du ihm entgegentrittst.
    Aber Kopf hoch, für den Anfang gar nicht soooo schlecht der Artikel.
    es grüsst dich, H.P. der Dr.phil aus D.

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    1. Nun, da philosopieren Sie leider ein wenig zu viel hinein, lieber Dr. phil aus D.

      Online-Medien, auch die ND, möchten meist Werbefläche verkaufen, um davon wiederum zum Teil auch die Journalisten zu bezahlen. Und, im Falle der ND, eben auch Abos. Seit ca 2009 sind die Printmedien in den Auflagen stark eingebrochen (Frankfurter Rundschau hat bekanntlich gestern erst Insolvenzantrag gestellt) Es hilft oft auch, ins Impressum einer Online-Zeitung zu schauen. Ideologie hin oder her, auch der ND geht es um Auflage, verkaufte Abos und Werbeflächen.

      Und da ist der Knackpunkt: Wenn ein zu kritischer Artikel gedruckt wird, dann kann er so manchen zahlenden (Werbe-)Kunden verschrecken. Daher also diese "unterschwellige" Kommentare dieses Journalisten. Der ist auch nicht blöd, wenn er seinen Job behalten möchte.

      Die meisten Journalisten verkaufen nur noch dann ihre Artikel, wenn sie etwas auf "Linie" gebürstet sind. Mit Sex hat das in diesem Fall rein gar nix zu tun, IMHO. It´s capitalism....

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  20. Der Artikel ist gar nicht so schlecht - der schlechte oder eher bissige Unterton ist aber da.
    Vielleicht wird damit aber gar ein neues Zielpublikum erschlossen, dass z.B. auf meine Verbreitungsabsichten des Brandbriefes nie ansprang???
    Sieh genau das positiv!

    BTW: wie sieht denn für gewöhnlich ein Mensch aus und wie verhält er sich, wenn er 9 Tag oder auch nur 3 oder gar 23 nichts gegessen hat, mangelernährt ist, eine Fastenkur professionell durchführt?

    Da ist der Journalist sicher nicht Experte und das ist wohl auch von Fall zu Fall verschieden.

    Ralph Boes' nette Zitate hat er mir persönlich bestätigt. Ich finde die super, der Humor angesichts der brutalen Realsatire - aber die Sorge, dass das für lächerlich genommen wird, teile ich!

    Das Wort SANKTIONSHUNGER wäre richtig - Hungerstreik ist was völlig anderes! Ich kann mich nicht entsinnen, dass schonmal jemand anderes öffentlich gehungert hat wie Ralph Boes in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg.
    Aber unerkannt und erst zu spät gesehen sind etliche Tode bekannt geworden, wo Menschen real durch das soziale Netz fielen oder de facto von Essen abgeschnitten waren.
    Ralph prangert grundsätzlich die Verwertungslogik von "Humankapital" an und nutzt dabei seine eigene Position als Hartz-Iv-Empfänger aus - wunderbar, das können alle nachahmen in ihrer eigenen Position, um auf Misstände aufmerksam zu machen, im Niedriglohn, in Fabriken und Farmen anderswo, im Krieg... öffentlich die bitteren Konsequenzen zur Schau stellen, beschämt oder beschuldigt indirekt die Zusehenden - daher versuchen sie sich mitunter an formalen Dingen aufzuhalten oder die Mutigen zu verunglimpfen - aber damit muss Ralph auch rechnen, wenn ein noch treffenderer realerer Artikel über ihn geschrieben oder von ihm selbst geschrieben wird.
    Von daher: weitermachen! weitermachen! und ein bisschen yellah yellah - die Zeit drängt und der Hungerhype wird zuende gehen... aber Du sollst bleiben, Ralph!

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  21. Hallo Ralph, ich finde deine Verärgerung ebenfalls ein wenig übertrieben, auch wenn der Fokus des Artikels nicht ganz top eingestellt ist. Und wenn er den Winzersohn sooo mag, dass er ihn gleich zweimal erwähnt, tja, dann soll er halt. Das ist journalistische Freiheit. Am Ende hinterlässt er aber kein negatives Bild von dir und deine Aktion. Ralph, ich hoffe, du bist nicht so empfindlich, wie es gerade den Anschein hat. Rückschläge und Stolpersteine musst du natürlich wegstecken (können), das gilt für's Leben ebenso wie für diesen steinigen Weg im speziellen! Ich wünsche viel Kraft und Inspiration weiterhin! Marko

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  22. Hallo, ich verstehe hier die Diskussion nicht ganz, ob der Brief mit den vier Teilen hier auch an von der Leyen geschickt werden sollte, oder nicht ...
    Solange "WIR" nur Briefe schreiben, ist das denen im Bundestag und denen in den Ministerien wurscht!
    Briefe werden seit 2005 von Betroffenen geschrieben, Petitionen sind lange schon eingereicht, Diskussionen wurden reichlichst geführt, das BVerfG hat längst geurteilt, dass ein Existenzminimum unverfügbar den Betroffenen zusteht.

    Den ganzen Worten fehlt nunmehr längst der nötige Nachdruck!

    Grüße aus Kiel,

    Lutz

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    1. Nachdruck zu erzeugen fällt etwas schwierig aus.

      Druck im physischen Sinne hat Ralph Boes schon in den ersten Stellungsnahmen abgelehnt. Er will nicht dass in seinem Namen - oder unter Mißbrauch seines Namens - einem Hartzfaschisten die körperliche Unversehrtheit abgesprochen wird. (Obwohl kein Mensch so dumm sein kann, im Hartzamt zu arbeiten ohne zu wissen, daß er jederzeit `geneusst` werden kann.)

      Und zivilisierter Druck ist nun einmal keiner. Demos pflegen die Demokraten zu ignorieren. Und eine Regierung wie die DDR haben wir leider nicht.
      Unter den von dir aufgelisteten Punkten ist eigentlich auch nur das Urteil des BVerfG angreifbar. Aber findet sich jemand der das BVerfG wegen Vernachlässigung seiner Sorgfaltspflicht (damit meine ich die Kontrolle ob es seitens der Exekutive ernst genommen wird) anzeigen wird? Und wer könnte über das oberste deutsche Gericht richten...?

      Sonst gäbe es auf zivilisierte Weise nur noch die reine Drohung durch Präsenz. Um das zu erläutern will ich auf eine Episode im Alten Rom verweisen. Es gab einmal im Senat den Vorschlag alle Sklaven deutlich zu kennzeichnen. Denn diese entstammten allen sozialen Schichten und Berufen und wurden ihrem Nutzen entsprechend eingekleidet. Es war praktisch unmöglich anhand der Kleidung zu entscheiden ob man einen freien Bürger oder einen Sklaven vor sich hatte.
      Der Vorschlag wurde abgelehnt. Und zwar mit dem Argument, daß eine Kennzeichnung deutlich zeigen würde wie mächtig die Gruppe der Sklaven sei, was leicht zu sozialen Revolten führen könnte.
      Also: wärst du gewillt freiwillig einen Hartzstern zu tragen? (Einen Stern gebildet aus dem Logo der BA, einmal direkt, einmal um 180° verdreht, übereinandergelegt) Tagtäglich, rund um die Uhr, überall und selbst bei Strafandrohung? Und für wie wahrscheinlich erachtest du es dass alle 8 Mio. Arbeitslose freiwillig einen Hartzstern annehmen?
      Dabei würde diese Aktion deutlichst zeigen, daß Arbeitslosigkeit ein Massenphänomen ist. Dass es jeden treffen kann. Und dass praktisch nur die Tötung von Arbeitsplatzbesetzern das Problem löst.

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    2. @exi, nein, wir haben keine Regierung wie in der ehemaligen DDR. Diese hatte nämlich Leute auch wegsperren lassen, die "nur" in Schriftform ihrem Protest Ausdruck verliehen hatten. Wir leben auch nicht im alten Rom sondern jetzt und heute!
      Nachdruck ist keine Form der Gewalt, sondern die Bestärkung und Ausdruck der Wahrnehmung unserer Rechte!
      Einzelaktionen haben wir Land auf, Land ab zur Genüge.
      Die Ergebnisse sind bislang in keiner Einzelaktion von Nachhaltigkeit geprägt, und dieses ist Realität.
      Auch die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR, ließ sich zuletzt nur durch friedlichen Nachdruck umsetzen.
      Und was glaubst Du wohl, wie viele Einzelaktionen vor der friedlichen Revolution stattgefunden haben!?
      Seit der Staatsgründung 1949 ungezählte Briefe, Protestschreiben, Ausreiseanträge, Bücher, Aufsätze usw. usf...

      Du schreibst:
      "...Druck im physischen Sinne hat Ralph Boes schon in den ersten Stellungsnahmen abgelehnt. Er will nicht dass in seinem Namen ..."
      Nachdruck ist nicht als physischer Druck zu verstehen, sondern als Demonstration einer friedlichen und bestärkenden Gruppe.
      Nachdruck ist auch nicht zu sehen, in dem eigentlichen Ziel der Sache des Einzelnen, sondern als Forderung der zwingend notwendigen Veränderung für eine ganze Gruppe von Betroffenen, so geschätzt um die 6,5 Millionen Menschen!

      Was sagst Du mal später Deinen Kindern, wenn sie Dich fragen, wie Du zu der notwendigen Veränderung beigetragen hast?
      Sagst Du dann, der Ralph Boes wollte nicht, dass wir UNSERER Sache Nachdruck verleihen?

      Grüße aus Kiel,

      Lutz

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    3. @Lutz: Nachdruck ist ein Appell dessen Inhalt vom Kontext abhängig ist. Den Kontext - oder eine blumige Beschreibung - vermisse ich bei dir. Es erschien mir deswegen als unvermeidlich verschiedene Abstufungen (von individueller Gewalt bis hin zum kollektiven Outing) aufzulisten und zu überdenken.

      Nun bist du etwas konkreter geworden: "Nachdruck ist nicht als physischer Druck zu verstehen, sondern als Demonstration einer friedlichen und bestärkenden Gruppe." (Der Rest deines Schreibens erscheint mir als ein Warum, anstatt eines Wie.)
      Eine Möglichkeit friedlich zu demonstrieren habe ich bereits mit dem Tragen von Hartzsternen aufgezeigt. - Derlei wurde allerdings noch nie in der Gegenwart praktiziert. (Vor langer Zeit in anderen Ländern allerdings mit farbigen Turbanen oder dem Tragen der Kokarde.)
      Andere Formen der friedlichen Demonstrationen gibt es bereits als Montagsdemos (BRD) und der Occupy-Bewegung. Doch diese Demonstrationen werden von der Politik ignoriert. Diese sind so nutzlos wie Einzelaktionen. - Also sollte ein anderes Verfahren gewählt werden. (Siehe oben.)

      Unterstelle dem Ralph bitte nicht so ein martialisches Wort wie Nachdruck. Diesen Begriff hast *du* eingebracht. Und dabei nicht berücksichtigt, daß Druck (sei es in der Technik, sei es in Alltag und Politik) die Anwendung von Kraft oder Gewalt impliziert.
      Aber diese Abschweifung können wir uns ersparen. Sagen wir einfach du hättest Unterstützung gemeint. :-)

      Also ich kann meinen Kindern voller Stolz erzählen, daß ich von Anfang an konsequent Hartzmurks schreibe, wenn ich den Murks meine der vom PHartz initiiert wurde. Und vom Hartzterror und Hartzfaschismus wo sich dieser Faschismus zeigt. Tatsächlich mußte ich sogar vor Gericht dafür gerade stehen, daß ich den Hartzterror als Folge des Hartzmurkses nannte und die Ursache für die ständigen Gewaltakte in den Hartzämtern bei den Machern und Umsetzern dieses Murkses verortete.
      Auch appelliere ich seit Jahren für ein freiwilliges Outing der Hartzopfer. Immerhin ist dies die (meines Erachtens nach) beste und leichteste Methode um bei einer fehlenden Organisation kollektiv zu demonstrieren. - Aber letztlich muß jeder selbst entscheiden, ob er so etwas mitmacht oder doch lieber nutzlose Demos oder ein heimliches Verstecken ausleben will.

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  23. Könnte vom ND nicht Nachbesserung angefragt werden ?

    Zusätzliche KLARSTELLUNG bezüglich der WIR SIND BOES Aktion - Gerade auch mit der erschütternden riesengrossen Sanktionszahl über 1 Million !!!

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  24. Götz Werner, Gründer der DM-Drogeriekette ist auch für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Guckst du hier:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/utopie-grundeinkommen-werner?commentstart=225#cid-2426575

    Unter diesen Artikel in der "Zeit" kann man auch Kommentare schreiben und schnell mal auf Ralph Boes aufmerksam machen ;)

    LG Marita

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    1. Ja genau !

      Oder auch hier :

      http://taz.de/6/kontakt/


      LG

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    2. Ich habe mir eben noch einmal das Video von Götz Werner angesehen.

      BITTE, Ralph, nimm es doch in deine Seite auf. Herr Werner erklärt es so gut, das einem fast die Tränen kommen.

      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/utopie-grundeinkommen-werner?commentstart=225#comments


      LG Marita

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  25. Ich will mal darauf Hinweisen das falls Herr Boes es noch nicht weiß:
    Unsere Presse bzw. die Medien sind nicht frei, sondern hier gilt:
    "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing"

    Und dieses Lied ist das gleiche welches von den Politikern gesungen wird die uns Hartz4 beschert haben.

    Das ist sehr wichtig zu wissen. Sie sollten Ihre Aussagen und Kommentare der Presse gegenüber prüfen, wie stark man diese umdeuten bzw. verdrehen kann.
    (Die Journalisten müssen im Sinne Ihres Chefredakteurs evt. Ihre Aussagen in eine bestimmte Richtung "biegen" -> pro neoliberal=asozial ;-) )

    Ich finde die Aktion gut, daher habe ich mit unterzeichnet, gespendet und versuche im Bekanntenkreis auf das Thema aufmerksam zu machen.
    Hierbei habe ich bemerkt, wie stark die Propaganda der Medien wirkt.
    Nach dem Prinzip Teile und Herrsche wird Hass und Neid unter den Menschen verbreiten. So war kurioserweise ein guter Freund gegen das BGE obwohl er gerade einer ist, der wie die meisten Menschen viel für wenig Geld arbeitet. Er hat dann aber auch zugegeben, das er sich mit dem BGE im Detail nicht beschäftigt hat. Durch die viele Arbeit und dem Stress reicht die kurze Info der Medien, die einem die Meinung bildet weil man selbst keine Zeit dazu hat...
    Also will immer im Hinterkopf behalten, wer in wessen Interesse handelt.
    (Banken->Politiker->Medien...)

    Ich möchte hier auch noch auf folgende Informationen hinweisen:
    https://www.youtube.com/watch?v=EP7huWlj-tc
    (Wissensmanufaktur: Plan B - Andreas Popp und Rico Albrecht - Volle Länge )

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  26. Großartig, dass Ralph Boes mit seinen Aussagen kritisch umgeht und nun den Fehler in einen Vorteil umkehrt:
    "Mein Fehler war, den Journalisten mit Infos zu übersprudeln - und der hatte zum Schreiben nur ein paar Stunden Zeit. Ich muss besser an die Journalisten denken! :-)"

    Wenn wir alle so offen vorgehen würden, könnte viel ungesagtes ausgesprochen werden. Boes for President.

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  27. Respekt!!!!! Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und wünsche Dir alles Gute! Bleib stark. Ralph, Du bist NICHT alleine!

    Und noch ne Frage an alle Blogger. Hat irgend einer von Euch Erfahrung damit, ob man eine EGV kündigen kann, wenn ja, wie (reicht ein einfaches Kündigungsschreiben aus??). Und ist eine EGV rechtlich unbegrenzt bindend oder doch befristet? Antworten bitte nur von Mitstreitern, die wirklich Erfahrungen gemacht haben.

    Dank im Voraus

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  28. Eine EGV ist 6 Monate gültig. Sie zu kündigen fast unmöglich. Es ist ein öffentlich rechtlicher Vertrag der durch die Unterschrift beider Parteien Rechtsgültigkeit erlangt. Durch die Unterschrift erklärt man sich mit dem festgehaltenen Inhalt einverstanden.
    Kündigungsgründe wären z.b. Täuschung bei der Erstellung, Zwang/Nötigung zur Unterschrift. Dies müsste dann aber nachgewiesen werden. Sehr schwer zu beweisen. Eine EGV Unterschreibt man nicht. Man wartet auf den Verwaltungsakt und bekämpft diese mit Widerspruch und einen Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nach
    § 86b Abs 1 Nr. 2 SGG den man beim zuständigen Sozialgericht stellt.
    Es gibt genügend Foren in der Hilfe angeboten wird.

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    1. Meine EGV war 12 Monate gültig und ist gerade abgelaufen. Es wird also mal so und mal so gemacht. Jetzt da sie abgelaufen ist habe ich plötzlich so ein Freiheitsgefühl, dass ich heulen könnte - obwohl ich weiß, dass mit Sicherheit in den nächsten Tagen eine neue "Einladung" ins Haus trudelt.

      Gruß M.

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    2. Hallo M.

      woraus ging hervor, daß Deine WEG 1 Jahr lang gültig war und nicht, wie von Deinem "Vorredner" gesagt, nur 6 Monate??

      Gruß

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    3. Wahrscheinlich aus dem Datum.

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    4. Man kann, wie oben beschrieben, die EGV nicht unterschreiben und dann den weiteren Weg gehen. Alternativ kann man die EGV unter Vorbehalt unterschreiben und anschließend eine Feststellungsklage nach § 55 SGG beim zuständigen Sozialgericht einreichen. Wie das geht und was sich daraus ergibt kann man hier nachlesen:

      http://www.hartz-4.people-goes-online.de/

      Gruß, Volker

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    5. Sehr gute Info, danke :-)
      mfg Jan

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    6. Hallo Volker, vielen Dank für die Info. Das ist ja echt genial.

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  29. Der Kabarettist Volker Pispers hat aus diversen Statistiken eine Reihe von Zahlen aufgelistet. Demnach sah es Anfang 2012 in Deutschland so aus (Auftritt mit Programm "Bis neulich", 23.02.2012 in Meerbusch):
    4,5 Mio Hartz-IV-Empfänger;
    3,0 Mio Arbeitslose (also ALG I);
    1,0 Mio Menschen, die in Fortbildungen / Umschulungen sind, die vom Amt finanziert werden, tauchen in der Statistik nicht auf;
    Menschen über 58 tauchen auch nicht in der Arbeitslosen-Statistik auf;
    wer arbeitslos und krank ist, erscheint ebenfalls nicht in der Statistik (das sind im Schnitt immer ca. 40.000 Menschen pro Monat);
    1,0 Mio. Menschen in Leiharbeitsfirman, für 2/3 von dem Geld, welches ihnen eigentlich zustehen würde;
    1,4 Mio Aufstocker
    6,0 Mio arbeiten für den Mindestlohn, durchschnittlich 835,00 Euro Brutto im Monat.

    Ähnliche Zahlen stehen auch hier:
    http://www.dielinke-goslar.de/index.php/index.php?option=com_content&view=article&id=535&Itemid=182

    Ich denke bei diesen Zahlen an die vielen Kinder, die mitbetroffen sind.

    Mutti stellte sich hin und sagt: "Deutschland geht es gut und das ist ein Grund zur Freude."

    Zur Erinnerung: Die SPD unter Schröder hat 2005 das Hartz-Programm abgesegnet, wie gesagt, ein Programm, welches unter der Leitung von Peter Hartz entstand, der lt. Wikipedia wegen Veruntreuung von 2,6 Mio. Euro zu 2 Jahren auf Bewährung und zu 576.000 Euro Geldstrafe verurteilt wurde. Der Typ ist demnach vorbestraft. Dem Knast entkam dieser Mann nur, weil durch sein Geständnis weitere Zeugenaussagen nicht mehr notwendig waren. Dies kann nicht oft genug betont werden.

    Bei Menschen vom Typ v. d. L. kommt man mit Bitten nicht weiter. Leute wie diese weiden sich am Elend der anderen und ziehen daraus ihre Lebensenergie.

    Könnte nicht die Bürger-Ini Grundeinkommen eine Demo organisieren?

    fragt sich ....

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    1. Zur Erinnerung sollte man noch dazu sagen, dass die CDU/CSU für einige der übelsten Zumutungen verantwortlich ist, die sie seinerzeit im Vermittlungssausschuß durchboxte. Das nur, damit der junge Mensch nicht noch denkt, dann wähl' ich ma' lieber die CDU;-)

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    2. Ja, richtig. Die haben das perverse System noch perfektioniert. Ich wollte mit den Fakten auch nicht gesagt haben, dass schwarz gewählt werden soll ;-)

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    3. Zur Vollständigkeit sollte man auch noch die Grünen erwähnen, die zwar schön nach Öko und Alternative klingen, aber damals ebenso maßgäblich beteiligt waren...

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  30. Schimmel ist auch grün ;-)

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  31. Fairerweise sollte man auch erwähnen, dass gerade gestern die NRW-Grünen sich für eine Abschaffung der Sanktionen bei AlgII ausgesprochen haben.

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    1. Hallo Anonym 15. November 2012 09:40,

      das würde ich, wenn ich die Grünen wäre VOR einer Wahl auch sagen. Fakt ist, die Grünen machen jeden Mist mit, hauptsache sie können mit regieren. Ach ja, und die deutschen ausrotten möchten die Grünen auch noch (so ganz nebenbei). Teile mit, wenn Du beweise dafür benötigst.

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    2. Die Grünen sind die schlimmsten Deutschen-Hasser.

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    3. SPD und Grüne haben Hartz IV eingeführt (trotz Proteste aus der Bevölkerung, ein teil von denen mögen jetzt für die kommende Wahl einlenken, noch vor einem dreivirtel Jahr haben die Grünen-bis auf Herrn Ströble-für Sanktionen gestimmt), Unter CDU/CSU,FDP wurde Hartz IV weiter ausgebaut und verschärft...Nie vergessen! Nie verzeihen! Vollstrecker der Armut! seht selbst:
      www.youtube.com/watch?v=zcCWqdeL92c

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  32. Ich habe wegen der RalphBoes-Aktion eine Mail an die Linken meiner Stadt geschrieben. Sie haben mir geschrieben, dass sie die Sanktionen als NICHT grundgesetzwidrig ansehen. Schon traurig, das ganze.

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    1. Das ist mehr als nur interessant, wie die Linke sich in der Praxis zeigt. Dort wo die Linke kommunal in politischer Verantwortung steht, wird genauso munter sanktioniert, wie im Rest des Landes. Die Katja Kipping scheint mir neben einigen anderen in der Partei eine Ausnahme zu sein und die Zerrissenheit dieser politischen Organisation wird dabei deutlich. Auch wenn im Parteiprogramm die Abschaffung von Hartz IV deutlich wird, leben Linke Kommunalpolitiker sehr gern mit der grundrechtswidrigen Ausgestaltung des SGB II. Man darf ja auch nicht vergessen, wo die Linke ihre gesellschaftliche Heimat hat:
      Die Diktatur des Proletariats ist und bleibt unter dem Strich immer eine Diktatur. Nur die Vorzeichen der gesellschaftlichen Gruppen verkehrt sich.

      Grüße aus Kiel

      Lutz

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    2. Nun ja, Lutz, es gibt in jeder Partei solche und solche, darum spricht man auch vom linken und rechten Flügel. Weshalb sollte das bei der Linken anders sein?! Unter'm Strich ist sie die einzige nennenswerte Partei, die im Bund gegen HartzIV ist...

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    3. Also besteht eigentlich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera! Der Großteil der ca 80 % der arbeitsfähigen Bevölkerung, der nach obigen Zahlen nicht von H4 und Armut betroffen ist, wird kaum unsere Worte und den noch stillen Protest beachten. Somit bleiben die alternativen Wahlmöglichkeiten außen vor.

      Und ganz eigentlich geht es ja nur um die Vernichtung der armen Arbeitslosen. Die reichen Arbeitslosen sind nicht unter Beschuss, die reichen Betrüger erst recht nicht.

      Ein schwacher Trost ist für mich ist, dass die Geschichte zeigt, dass nichts so bleibt wie es war!

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    4. Im Arbeiter- und Bauernstaat gab es keine Arbeitslosigkeit, das ist die gute Nachricht. Die Schlechte ist, dafür gab es eine Arbeitspflicht. Andere würden sagen Zwangsarbeit.

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    5. Zum Thema: Linke und Sanktionen, sicher gibts da einige die Sanktionen richtig finden, der großteil aber nicht, gegen Sanktionen steht auch in ihrem Programm. Gysi selber ist gegen Sanktionen..wem das nicht reicht, findet im Internet ja auch noch die abstimmung des gesamten Bundestages, wer gegen und für Sanktionen gestimmt hat, jeder einzelne Politiker vom Bundestag ist einsehbar.
      Die Linke hat als einzigste Partei für deren abschaffung gestimmt (bis auf einzelne die nicht anwesend waren).
      Diese abstimmung wurde zur abschaffung von Sanktionen von der Linken beantragt. Desweiteren gibt es wohl noch Unterschiede in West und Ost Linke. Falls Ihr die abstimmung vergessen habt, wer für und gegen uns ist, sie ist nooch im Net zu finden.

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    6. Die LINKE. und ihr gespaltenes Verhältnis

      Ja, das ist schwierig. Als Mandat Hartz IV (kurz HIV) ablehnen und im Amt HIV durchsetzen. Aber nicht nur IV, sondern auch 1-3 ... . Als Minister hat im ersten Satz zu sthen: Wir lehnen diese Art Arbeitzmarktpolitik nach dem Muster Hartz ab, und erst im Nachsatz: Aber als geltendes Recht haben wir es durchzusetzen. Nun ist hier schon gesagt, dass es kein Recht ist, zumindest die Sanktionen, da die Außerkraftsetzung des Grundgesetzes (sollte schon lange eine Verfassung sein) nicht erwähnt wird. Hier besteht für linke Politiker die Möglichkeit, Recht durchzusetzen, indem die Sanktionsparagrahen des SGB II als nicht existent für die Einflussbereiche durchgesetzt werden.

      Sonst ist mein Projekt einer Arbeitsangebotswebseite mit nur geprüften Betrieben und Stellenangeboten, welche Mindestanforderungen erfüllen, zwar interessiert betrachtet worden aber nicht unterstützt (Katja Kipping, Ulla Jelpke). Insofern kann man von einer zwar auch tätigen, aber auch weitgehenden Phrasenpartei bei der Linken sprechen.

      LG Torsten

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    7. In dieser Beziehung ist jede Partei, eine Phrasenpartei, auch die ganz kleinen.
      Ich denke es ist so: Jede der großen Parteien findet es eben gut, für alle und jeden Arbeitsplätze zu versprechen, das war schon immer so und ist in den Hirnen nun seit 1000 Jahren so drin.Hört sich ja auch erst einmal gut an.
      Nun hat sich die Industrialisierung (weisst Du ja)
      ausgeweitet, es kann nicht mehr für jeden Arbeit geben, aber anstatt das die jeweilige Partei die gerade regiert, daraufhin reagiert, macht sie die die keine Arbeit haben zu schuldigen. Sie verstehen das eben nicht, und ich denke, das versteht keine Partei. Da sind wir sozusagen fortschrittlicher und die müssten das ersteinmal lernen. Hört sich ja immer gut an, wenn man im Wahlprogramm Arbeit verspricht (wiegesagt, das ist in den Hirnen so drin), den Linken mach ich da aber keinen Vorwurf.

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  33. Das ist jetzt etwas OT, aber ich finde es sehr erwähnenswert. Die Regierung will die Kosten der Bankenrettung (sowohl die bereits entstandenen, als auch alle zukünftigen) aus der Schuldenbremse rausrechnen. Obwohl die Bankenrettung den Haushalt stark belastet hat und eine große Steuerlast für die Bürger bedeutet, wird die Schuldenbremse schöngerechnet. Dies kann man unter Jenny's Blog detailliert nachlesen:

    http://jennyger.blog.de/2012/11/13/schwarzgelb-will-bankenrettung-nachtraeglich-aus-der-schuldenbremse-herausrechnen-15200909/

    Wieder Mal ein schöner Beleg dafür, welche Interessen in diesem Land wichtig sind.

    Gruß, Volker

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  34. Muss ich jetzt die NPD wählen, damit endlich mal alles anders wird? Hätt ich früher nie gedacht, dass ich darüber irgendwann einmal spekulieren würde.

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    1. Dann haben alle Arbeit und zwar Zwangsarbeit in Arbeitslagern...

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    2. Glaub ich nicht. Jedenfalls steht da nichts von Zwangsarbeit und Arbeitslagern im Parteiprogramm ;)

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    3. Ja, kannst Du wählen, da kommst Du wohl als erster ins Arbeitslager, oder wirst irgendwo verbuddelt.Bei der CDU steht im Parteiprogramm auch nichts von Menschen verhungern lassen, oder von Obdachlosen.

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    4. Kann man,

      man kann auch sagen:

      Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

      Na ja, bei dem PISA-Ergebnis kein Wunder...

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  35. Nee, mach ich schon nicht. Aber wen kann man wählen? Ist es gut, gar keine Partei zu wählen?

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    1. Das muss jeder für sich entscheiden. Meiner meinung nach, ist es nicht gerade gut keine Partei zu wählen, die Nichtwählerstimmen nutzen doch dann der Einheitspartei, gerade die CDU,CSU haben ihre großen Stammwähler, und profitieren vom Nichtwähler.
      Es gibt nur zwei größere Alternativen: Linke, Piraten, oder aber etliche kleine...entscheiden mußt Du selber, dazu musst Du Dich über die Parteien informieren, Inhalt, Aussage, Vertritt sie Deine Vorstellungen, Deine Interessen, sind sie glaubhaft usw.
      Nun ist es so, das es eine Partei die jedem zusagt NIE geben wird, hier musst Du also selber wählen.

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  36. Auf "wir-sind Boes"
    http://wirsindboes.wordpress.com/2012/11/14/14ter-hungertag/#comments
    sagte Ralph gestern:
    "... Das gestern veröffentlichte Interview mit ND sehe ich heute wesentlich entspannter als gestern. Mein Fehler war, den Journalisten mit Infos zu übersprudeln – und der hatte zum Schreiben nur ein paar Stunden Zeit. Ich muss besser an die Journalisten denken!..."

    Vielleicht hinterlassen 14 Tage Sanktionshungern schon etwas Anspannung, doch ich bin begeistert, wie gut sich Ralph dennoch hält, Interviews gibt und Vorträge quer durch die Republik gibt.

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  37. Gerade gefunden im Flensburger Tageblatt (Flensburg ist die Stadt, in der ich lebe):

    http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/die-not-wird-immer-juenger.html

    LG Marita

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  38. Das ist wieder mal typisch für das Medium. Propagandistische Überschrift, die total an der Wahrheit vorbeigeht. Aber ich hoffe, dass auch diese Journalisten bald ein Einsehen haben und sich auf die Seite des Volkes stellt.

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    1. Ich schreibe heute an ein paar führende Politiker meiner Stadt und an den Bürgermeister und fordere sie einfach mal auf, den Missstand und deren Gründe dafür aufzuklären. Außerdem werde ich anfragen, wo denn die die obdachlosen Frauen zu finden sind, denn die wird es mit Sicherheit auch geben. Werde den Link von Ralphs Seite mitschicken und alles in Kopie zusätzlich an das Flensburger Tageblatt senden.

      LG Marita

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  39. Ich habe Hans-Christian Ströbele angemailt und gebeten über Ralph zu berichten, mal schauen was passiert. Hier die Mail:

    Guten Tag Herr Ströbele,
    ich möchte Sie auf das "Sanktionshungern" von Herrn Ralph Boes aufmerksam machen, er hungert mittlerweile seit 15 Tagen. Er ist seit dem 1. November einer 90 %igen Minderung des ALG II ausgesetzt und muss infolge dessen von monatlich 37,40 Euro leben (das ist menschenunwürdig und nicht mit dem Grundgesetz Artikel 1 Abs. 1 vereinbar), da er sich nicht den Zwängen, die sich aus dem SGB II ergeben, untergeordnet hat. Ich bitte Sie inständig das Thema, wie auch ihr Kollege Arfst Wagner von den Grünen, aufzugreifen und darüber zu berichten. Hier noch ein Link zur Webseite von Ralph Boes für nähere Informationen:

    http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/brandbrief/BUKA-berichte-ereignisse.htm

    Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

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  40. Herrn Wolfgang Nešković, Herrn Oskar Lafontaine und Frau Sahra Wagenknecht ebenfalls angemailt. Andere folgen.

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  41. Gerade kam ich an Penny vorbei, wo bei unter 0°C ein Penner vor der Tür saß, wie man in Berlin gerne die Ausgestoßenen beschimpft. Davon gibt es wohl bald noch viel mehr.

    Jedenfalls bekam die "BZ" noch kein Interview von Ralph, aber nutzt die Gunst der Stunde, um die Situation der JC in Berlin zu beleuchten: Die Planung ging von anfangs 600 Millionen € in der Hartz4 Hauptstadt auf 400 Millionen € zurück, wovon 40 Millionen € wohl garnicht abgerufen werden. Deshalb werden im kommenden Jahr auch gleich nur 370 Millionen € eingeplant. Da freut sich unser Landeshaushalt und die BA.

    Gespart wurde durch Kürzungen von Maßnahmen, verstärkte Sanktionen und die Ausgliederung der "Bedürftigen" einerseits als "wirtschaftlich nicht Arbeitsfähige" mit einem Gutachten ihres Medizinischen Dienstes in die Frührente oder durch die Erhöhung des Drucks, bis der Bedürftige "freiwillig" auf alle Ansprüche verzichtet und ein Penner wird. Wird bei uns nun die Armut oder die Armen massiv bekämpft?

    Diese Debatte scheint jetzt um sich zu greifen, aber Vorsicht, es könnte ein Strohfeuer sein, vielleicht für besinnliche Tage vor Weihnachten und bis zur Bundestagswahl wieder verschwinden.

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    1. Bekämpft wird die Korruption -

      ach nein, die wird ja gefördert. Lobbyismus fördert das Nehmen und Nehmen. Was soll da soziales Getue? Na ja, tun kann man ja, Hauptsache nichts verändern...

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  42. Zahlen...

    Das ND sprach von 10.400 im Jahre 2011 zu 100% sanktionierten, was schlimm genug ist. von 14.400 zu 100 % sanktionierten sprach es nicht. Das aber gibt Ralph wieder, bitte korrigieren.

    LG Torsten

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  43. Im Jahresdurchschnitt wurden 10400 Menschen auf "Nulldiät" gesetzt, wie verharmlosend unser "Journalist" schreibt. D.h. 10.400 Personen waren ständig im Jahresdurchschnitt von der "Nulldiät" betroffen. Da der Entzug des Existenzminimums immer 3 Monate dauert, kann man von einer 4 mal so hohen Anzahl von Betroffenen Personen ausgehen. D.h. ca. 41.600 Personen waren betroffen, wobei einige auch länger als 3 Monate zu 100% sanktioniert wurden. Also, ich fasse zusammen, 10400 Personen waren im JAHRESDURCHSCHNITT von 100% Entzug des Existenzminimums betroffen, was einer GESAMTZAHL von ca. 40.000 Personen im JAHR entspricht. Ich denke hier müssen ganze andere Personen über Korrekturen nachdenken.

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    1. Es gilt außerdem nachzufragen, was mit den 100%ig Sanktionierten (die vorher ja schon mit 30% und 60% bestraft wurden)passierte? Wie viele davon sind in Obdachlosenheimen gelandet? Wie viele bei Verwandten, Freunden und Bekannten? Wie viele von ihnen sind kriminell geworden, und wie viele im Knast gelandet? Wie viele sind ernsthaft erkrankt durch die mangelnde Ernährung und grundsätzlich durch die weiße Folter? Wie viele haben Selbstmordversuche und Selbstmord begangen? Und letztendlich stellt sich die Frage: Wie viele von ihnen haben überhaupt nach der 100%igen Sanktion einen neuen Antrag auf Leistung gestellt?

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  44. Nachtrag:
    Bedarfsgemeinschaften können ja ganze Familien sein. Ich kenne jetzt nicht die Zahlen über die mittlere Personenzahl einer Bedarfsgemeinschaft, aber ich schätze die Zahl 40.000 kann man getrost mit 1,5 multiplizieren und kommt dann schon auf 60.000 Menschen. In etwa die Einwohnerzahl einer mittleren Kleinstadt. Schon erstaunlich, wie man durch Zahlentricksereien sich alles Schönrechnen kann. Die Bundesregierung rechnet sich die Arbeitslosenstatistik ja auch jeden Monat schön, deshalb völlig unreflektiert und unrecherchiert Zahlen übernehmen sagt viel über die journalistische Qualität aus.

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  45. Merkel besorgt über Druck in Russland !!!!
    Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgt den Druck in Russland auf die Zivilgesellschaft mit Sorge, will aber öffentlich nicht auf scharfen Konfrontationskurs zu Kremlchef Wladimir Putin gehen.Der Bundestag hatte mit den Stimmen von Koalition und Grünen eine Resolution verabschiedet, wonach sich die Bundesregierung in Moskau für mehr Demokratie und Einhaltung der Menschenrechte einsetzen soll. Merkel werde in den Gesprächen mit der russischen Führung dafür werben, dass eine aktive und sich frei bewegende und entwickelnde Zivilgesellschaft als Chance für das Land und nicht als Bedrohung aufgefasst werde, sagten deutsche Diplomaten.
    Vielleicht sollte Merkel mal vor Ihrer eigenen Haustür fegen, aber wenn hier ein paar Leute verhungern oder Obdachlos werden, ist das schon o.k.. Wir sind ja schließlich nicht kleinlich bei sowas.

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    1. Da kann ich nur zustimmen! Habe gerade einen entsprechenden Kommentar bei der "Zeit" geschrieben. In Wirklichkeit sind die beiden sich einig, Putin muss es nur verschleierter und hinterhältiger machen.

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Liebe Schreiberin, lieber Schreiber - ich freue mich über ihre Kommentare und veröffentliche sie so schnell wie möglich. Ich bitte allerdings, sich strikt ans Thema des Posts zu halten. Für die Bezugnahme wäre es sehr schön, die Kommentare würden mit NAMEN (oder Kürzel) versehen werden. MfG, Ralph Boes