Dienstag, 11. Oktober 2016

Die Anhörung

Die Anhörung:

Liebe Freunde,

nachdem ich eine sog. Coaching-Maßnahme des Jobcenters abgebrochen hatte (siehe  hier >> ), habe ich nun das Anhörungsschreiben:
Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion
erhalten.

Ich habe jetzt folgende Antwort verfasst:
  • Sehr geehrte Frau Y..... – 
  •  ich danke Ihnen für die Möglichkeit, mich zum Abbruch der Maßnahme zu äußern.
  •  Am 11.07.2016 wurde mir durch eine neue EGV verordnet, mir einen Coach zu suchen.
  •  Am 31.07.2016 habe ich mitgeteilt, dass ich die Suche unterlassen habe, und die Unterlassung ausführlichst begründet.
  •  Statt für meine Absage sanktioniert zu werden (ich danke so sehr, wie ich staune), bin ich am 11.08.2016 einer Coaching-Maßnahme "zugewiesen" worden, ohne dass auf die Gründe meiner Unterlassung/Absage irgendwie eingegangen worden ist.
  •  Nun: Die Gründe meiner Unterlassung/Absage gelten noch immer.
    Sie verschwinden nicht, weil man sie ignoriert!
  •  Die wirkliche Frage heißt daher nicht, warum ich die Maßnahme abgebrochen – sondern, warum ich sie überhaupt begonnen habe.
  • Da letzteres von Ihnen nicht erfragt wird – habe ich darüber zunächst zu schweigen.
  •  Mit Freuden beantworte ich aber Ihre Frage, warum ich die Maßnahme nach einer Woche abgebrochen habe: (...)
     
Weiter siehe hier >>

Ich bin jetzt sehr auf die Reaktion gespannt ...

Berlin, den 10.10.2019,
euer Ralph 

Kommentare:

  1. "Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion"

    Man muss nicht besonders schlau sein um zu erkennen was Ralph Boes da macht, aber in dem Jobcenter Berlin Mitte haben sich wohl sämtliche Hirnzwerge versammelt, anders kann man diese schlechte Komödie nicht mehr erklären, die das Jobcenter da ständig aufführt. Begreifen die wirklich nicht was Ralph Boes da veranstaltet?

    Gibt es eigentlich keinen Geschäftsführer für die Berliner Jobcenter, der den Teamleiter aus dem Jobcenter Berlin Mitte mal gegen einen fähigeren Teamleiter austauschen könnte? In jedem anderen Unternehmen wäre so ein Teamleiter wegen Unfähigkeit sicherlich schon rausgeflogen.

    Wir sollten diese neuerliche Theateraufführung des Jobcenters Berlin Mitte aber als Unterhaltung ansehen, denn für Unterhaltung sorgt dieses spezielle Jobcenter ja schon seit Jahren, auch wenn die Aufführungen des Jobcenter Berlin Mitte von Jahr zu Jahr immer stumpfsinniger werden. Aber was will man schon groß verlangen, wenn das Werk von elenden Stümpern verfasst wurde und noch nicht einmal das Bühnenbild besonders schön ist? Trotz alledem nehme ich meinen Theaterplatz jetzt ein und warte schon gespannt auf den nächsten Akt. Vorhang auf, das Spiel beginnt (-;

    INGO

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber INGO,

      "Gibt es eigentlich keinen Geschäftsführer für die Berliner Jobcenter, der den Teamleiter aus dem Jobcenter Berlin Mitte mal gegen einen fähigeren Teamleiter austauschen könnte?"

      Nein.

      Die Geschäftsführer der Jobcenter werden nicht nach ihren moralischen Gesichtspunkten gewählt ...

      Es gibt, und das zeigt uns die Geschichte der Menschheit, nur wenige Lösungen: Krieg, Terror, Revolution, Duldung des Unrechts oder Selbstmord.

      Wie wir sehen können, dulden diese Individuen lieber das Unrecht, solange es sie nicht betrifft.

      Gruß
      Jürgen

      Löschen
    2. Fällt dem Jobcenter eigentlich nichts anderes mehr ein als einen Mann der Jahrgang 1957 ist noch unbedingt in Arbeit bringen zu wollen? Ist Ralph Boes, wenn er sich denn nun weiterhin weigert einen Job anzunehmen, dann auch dafür verantwortlich, wenn das berühmte Wachstum in Deutschland irgendwann zusammenbricht?

      Ralph Boes wird nächstes Jahr 60 Jahre alt, also im Gegensatz zu vielen Rentnern, die mit weit über 70 noch arbeiten müssen, weil sie von ihrer kleinen Rente nicht leben können und sonst nur trocken Brot essen müssten, ist Ralph ja noch ein junger Kerl. Da haben die Leute im Jobcenter sich wohl gedacht: "Den jungen Spund bringen wir in Arbeit, koste es was es wolle."

      Jetzt aber mal Spaß beiseite. Die BA versucht seit Jahren einen Mann mundtot zu machen oder vielleicht sogar schlimmeres, nur weil er die Wahrheit über das Hartz IV System ans Tageslicht bringt; indem sie ihm permanent Sanktionen aufbrummen, die mit unserem Grundgesetz aber nicht in Einklang stehen. Begreifen die im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das eigentlich nicht, dass sie sich langsam aber sicher in ein Fahrwasser begeben, was das Schiff irgendwann zum kentern bringen könnte? Man kann ja als Bürger noch nachvollziehen, dass die Erfüllungsgehilfen im Jobcenter Berlin Mitte vielleicht intellektuell nicht so ganz auf der Höhe sind wie man es eigentlich als deutscher Beamter sein sollte, aber dass das BMAS diese Idiotie seit Jahren mitmacht und hier nicht endlich mal eingreift, das ist nicht mehr nachvollziehbar.

      INGO

      Löschen
  2. Falls noch irgendwer hier liest: ich hab grad wieder eine Idee, was ICH machen würde, wenn ICH einen Coach suchen müsste...
    ich würde einen super Coach für MEIN Leben und MEINE Berufliche sowie auch gesitig-seelische Entwicklung nennen... MICH! Und ich würde für mich das volle Honorar verlangen, was das JC als Bildungsgutschein herausgäbe. Klar würde ich das auch ganz normal denen wieder als Einnahmen angeben - wir sind ja für "Vollbeschäftigung"! Als Dozenten zählen alle Freunde und Lebenssitutationen, die mich zum Lernen bringen.. aber das "Amt der Menschenwürdesicherung" wäre auf diesen Weise EINFÜHRBAR!!!
    Ich werde die Idee ggf. mal meinem Arbeitsvermittler vorschlagen, wenn er wirklich eine Lösung mit mir gemeinsam für mich suchen möchte und dabei noch nicht gleich Grundeinkommens-Sponsor werden kann.

    AntwortenLöschen

Liebe Schreiberin, lieber Schreiber - ich freue mich über ihre Kommentare und veröffentliche sie so schnell wie möglich. Ich bitte allerdings, sich strikt ans Thema des Posts zu halten. Für die Bezugnahme wäre es sehr schön, die Kommentare würden mit NAMEN (oder Kürzel) versehen werden. MfG, Ralph Boes